Sassi di Luce sind die von Senini entwickelten photolumineszierenden Pflastersteine: Sie speichern tagsüber Licht und geben es nachts wieder ab. So machen sie Radwege, Alleen und Fußgängerbereiche ohne Stromverbrauch sichtbar. In Kombination mit der Linie Ecotop Superior verbinden sie nächtliche Sicherheit mit einem konkreten Beitrag zu zwei zentralen Themen der Stadtplanung 2026: Regenwassermanagement und Verringerung der urbanen Wärmebelastung. Beide stehen im Mittelpunkt der wachsenden Aufmerksamkeit für das sogenannte Depaving, also den gezielten Rückbau von Asphalt zugunsten durchlässigerer und thermisch angenehmerer Oberflächen.
Was sind Sassi di Luce und wie funktionieren sie?
Sassi di Luce sind Betonpflastersteine im Format 6x10x20 cm, in deren Oberfläche photolumineszierende Zuschläge integriert sind. Tagsüber nehmen sie natürliches oder künstliches UV-Licht auf und geben die gespeicherte Energie anschließend im Dunkeln nach und nach wieder ab. Es handelt sich nicht um eine Beleuchtungsanlage im klassischen Sinn: Es gibt weder Kabel noch Stromversorgung oder elektrotechnische Wartung, da der Mechanismus vollständig passiv auf der Photolumineszenz des im Pflasterstein enthaltenen Materials beruht. Das Ergebnis ist ein „kaltes“, diffuses und entlang der gepflasterten Strecke gleichmäßig wahrnehmbares Leuchten, das – wie Senini selbst beschreibt – nicht nur funktional, sondern auch atmosphärisch wirkt und sich besonders für Alleen, Gärten und Wege eignet.
Zur selben lumineszierenden Produktfamilie gehören außerdem die Varianten Finitura di Luce und Paviled, die für Projekte mit spezifischeren Anforderungen an Farbanmutung oder Intensität des Effekts entwickelt wurden.
Nächtliche Sicherheit im Stadtraum – ohne Stromverbrauch
Der unmittelbarste Vorteil von Sassi di Luce liegt in der Sicherheit von Personen, die abends zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Radwege, Fußgängerunterführungen, öffentliche Parkanlagen und Wege mit geringer konventioneller Beleuchtung profitieren von einer kontinuierlichen Sichtbarkeit entlang der gesamten Strecke und nicht nur in den Bereichen einzelner Leuchten. Laut einem Fachbeitrag von Canale Energia sorgt das System nach der Lichtaufnahme am Tag über mehrere Stunden für Sichtbarkeit, ohne während der Lichtabgabe Energie zu verbrauchen. Für öffentliche Auftraggeber und Planer kann dies helfen, die Betriebskosten für die Beleuchtung von Nebenwegen zu begrenzen, ohne auf die von Nutzern wahrgenommene Sicherheit zu verzichten.
Sassi di Luce, Ecotop Superior und urbane Wärme
2026 ist das Thema Depaving – der gezielte Rückbau von Asphalt, um städtischen Flächen wieder mehr Wasserdurchlässigkeit und thermischen Komfort zu geben – in die Planung verschiedener italienischer Kommunen eingeflossen: Genua hat Vergünstigungen bei Erschließungsabgaben für Projekte eingeführt, die Asphalt durch durchlässige Lösungen ersetzen, während Bagno a Ripoli entsprechende Maßnahmen als städtebauliche Pflicht verankert hat. Einen breiteren Überblick bietet der Beitrag von Il Post zum Depaving in Genua. In diesem Zusammenhang werden Sassi di Luce häufig mit der photokatalytischen Linie Ecotop Superior kombiniert. Diese ergänzt den Leuchteffekt um einen höheren solaren Reflexionsgrad als bei Standardbelägen und um die Fähigkeit, Luftschadstoffe durch Photokatalyse abzubauen. Nach Angaben von Canale Energia kann diese Kombination an Sommertagen deutlich kühlere Oberflächen als herkömmlicher Asphalt ermöglichen und zugleich zu einer erheblichen Verringerung von Stickoxiden (NOx) in der Umgebungsluft beitragen.
Hier ist eine präzise Einordnung wichtig, da das Thema Depaving in der Kommunikation mitunter vereinfacht dargestellt wird: Die Abkühlung einer wasserdurchlässigen Oberfläche tritt nicht automatisch und konstant ein, sondern hängt unter anderem von der Feuchte des darunterliegenden Bodens ab. Der hohe solare Reflexionsgrad von Ecotop Superior wirkt dagegen direkter und weitgehend unabhängig von der Bodenfeuchte. Die Kombination beider Ansätze – Wasserdurchlässigkeit dort, wo Regenwasser bewirtschaftet werden soll, und hohe Reflexion dort, wo der thermische Komfort im Vordergrund steht – kann daher die beiden unterschiedlichen Ziele des Depavings umfassender abdecken, als wenn man sich nur auf eine einzelne Materialeigenschaft stützt.
Wo werden Sassi di Luce eingesetzt?
| Einsatzbereich | Warum die Lösung geeignet ist |
| Außerörtliche Radwege | Durchgehende Sichtbarkeit der Strecke auch ohne öffentliche Beleuchtung |
| Öffentliche Parks und Grünanlagen | Mehr Sicherheit auf abendlichen Fußwegen, atmosphärischer Effekt, keine elektrische Anlage zu warten |
| Private Alleen und Gärten | Atmosphärische Wegebeleuchtung ohne Verkabelung |
| Flächen im Rahmen von Depaving- und Stadtumbaumaßnahmen | Ersatz von Asphalt durch eine durchlässige, in Kombination mit Ecotop Superior thermisch günstigere und zugleich leuchtende Oberfläche |
Warum Senini für aktive Pflasterflächen wählen?
Senini produziert seit 1960 in Montichiari (Brescia) Betonpflaster, Drain- und Filterpflaster und hat im Laufe der Zeit Produktlinien entwickelt, deren Funktion über die reine mechanische Aufgabe eines Belags hinausgeht. Sassi di Luce und die photokatalytische Ecotop-Linie stehen für diese Form der anwendungsorientierten Innovation bei einem sehr konkreten Thema der Freiraumplanung: Sicherheit und Komfort im städtischen Raum, heute zunehmend verbunden mit Anforderungen an Hitzeinseln und Regenwassermanagement. Für die technische Auswahl des für ein konkretes Projekt geeigneten Produkts ist ein projektspezifisches Angebot weiterhin der verlässlichste Weg. Dabei können Randbedingungen wie erwartete Verkehrsbelastung, Exposition und erforderliche Entwässerungsleistung berücksichtigt werden.
Häufig gestellte Fragen zu Sassi di Luce
Benötigen Sassi di Luce eine elektrische Anlage?
Nein. Die Funktionsweise ist vollständig passiv: Die photolumineszierenden Zuschläge im Pflasterstein speichern tagsüber natürliches oder künstliches Licht und geben es im Dunkeln schrittweise wieder ab – ohne Kabel und ohne Stromversorgung.
Ersetzen Sassi di Luce die herkömmliche Straßenbeleuchtung?
Sie sind nicht als Ersatz für eine primäre Straßenbeleuchtungsanlage gedacht, sondern als ergänzende Lösung zur Verbesserung der wahrgenommenen Sicherheit auf Nebenwegen, Radwegen und schwach beleuchteten Fußgängerflächen.
Was ist der Unterschied zwischen Sassi di Luce und Ecotop Superior?
Es handelt sich um zwei unterschiedliche Technologien, die miteinander kombiniert werden können: Sassi di Luce erzeugen den photolumineszierenden Effekt für die nächtliche Sichtbarkeit, während Ecotop Superior eine photokatalytische Produktlinie mit höherem solaren Reflexionsgrad ist, die vor allem auf Luftqualität und thermischen Oberflächenkomfort ausgerichtet ist.
Eignen sich Sassi di Luce für Depaving-Projekte?
Ja. Wenn Asphalt durch wasserdurchlässige Oberflächen ersetzt wird, können Sassi di Luce insbesondere für Fuß- und Radverkehrsflächen in Betracht gezogen werden – vor allem dann, wenn neben dem Regenwassermanagement auch die nächtliche Sicherheit zu den Projektzielen gehört.